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Man kann sich ebenfalls überzeugen, daß die so genannten Luftblaschen keine Ausdehnungen, keine Säckchen, oder runde Bläschen, die am Ende der Luftröhre hängen, bilden, ftrr- dern daß sie in ebenmäßigem Verhältnisse gegen das Bestehen, aus dem sie entspringen, stehen, wie alle Aeste der Luftröhre zu ihrem Stamme.

Diese Reihe von Versuchen beweiset nun, wie mir scheint, zur Genüge, daß die Luftwege der Lunge au- cy- lirld rischen Röhrchen bestehen, die sich am Ende rund schließen, und von der luftdichten Schleimhaut der Luftröhre gebildet werden. Allein damit diese membranöse Röhre zum Aus- und Eingang der Luft immer bereit sepn, und jeder Be­wegung der Brust mit der größten Schnelligkeit folgen könnte, mußte sie i) eine Stütze haben, welche sie immer ausgo- spannt erhält, 2) ihrer Länge nach sich verlängern und ver­kürzen, z) und ihren Durchmesser erweitern und verengen können. Diesen Forderungen leisten dreier-lei verschiedene Apparate Genüge.

i) Tie Stütze, welche die Luftröhre ausgespannt erhalt, wird von Knorpeln gebildet.

In dem Stamme und den beiden ersten Aesten, wo die Luftröhre bloß liegt, und daher vielen Ursachen ausgesetzt ist, welche, sie zusammendrücken könnten, bilden diese Knorpel Reife, welche nach hinten nicht geschlossen sind; diese stecken in einem äußerst dichten, festen, ligamentösen Fasergewebe, welches sich auch hinten, wo die Reife unterbrochen sind, fort­setzt, und so die Röhre ergänzt; zwischen diesen Fasern stecken