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dieses Zellgewebe ist keinesweges zu einer luftdichten Scheide verdicket.

Man trenne sorgfältig von einem lospräparirten Lungen­läppchen das umgebende Zellgewebe ab, und blase es auf, so wird es. wenn es unterbunden wird, eben so gut aufge­blasen bleiben, als'wenn e§ noch mit seinem Zellgewebe um­geben wäre. Dies bewies auch schon Morgagni advers. V. 34., indem er ein losgetrenmeS Lungenläppchen gegen das Licht hielt und aufblies, ohne daß die Flamme des Lichts sich bewegte. Geschieht es aber jedoch, daß das Läppchen die eingeblasene Luft nicht behält, so blase man es nur unter Wasser auf, und man -wird gleich entdecken, daß ein oder das andre Luftröhrchen verletzt ist.

Das eigentliche Zellgewebe in der Lunge verhält sich ganz atiders, wenn Luft in dasselbe eingeblasen wird, als die Luftröhren-Endungen; denn wenn mgn durch einen kleinen Einschnitt in die kleura pulmonalis zwischen zwei Läppchen Luft einbläs'r. so wird man diese sich langsam ausbreiten, um die Läppchen herum und unter der plenra pulmonalis hin- wandern, und bald kleine unregelmäßige Zellchen, bald groß« Blasen bilden sehen, und wenn man aufhört zu blasen, so wird die Luft in diesen Räumen, wie ein wahres ma, bleiben, und sich nur mit Mühe herausdrücken lassen.

Diese Versuche sind nun aber bloß negative Beweise, und sollen nur zeigen, daß die Lungen-Substanz nicht aus gewöhnlichem in Päckchen abgesondertem Zellgewebe be­siehe, in welches die Luftröhre sich endigt. Die Versuche,