den Faden zu, so wird d«§ ganze untre Stück, welches auS Vestchen gebildet wird, die unterhalb der Unterbindung ent­stehen, aufgeblasen bleiben, während der obere Theil sich von Luft entleert und zusammenfällt; und um dieses zu be­schleunigen, machte man verschiedene Einschnitte in den obem Theil» -Wäre nun das Gebilde der Lunge bloßes Zellgewe­be, so würde, nach der gemeinen Eigenschaft desselben/ ein Zellchen mit den benachbarten Gemeinschaft haben, die Luft würde nach und nach aus dem unter der Unterbindung lie­genden Stücke in das obere Stück wandern, und das aufge­blasene Stück würde sich entleeren.

Eben so gieße man Quecksilber in einen ähnlichen Lun­genlappen und unterbinde den Luftröhren-Ast oberhalb der Aestchen, welche mit Quecksilber angefüllt sind, lege dann den Lungenlappen nach einer Richtung, daß die Schwere das Quecksilber gegen den obern leeren Theil ziehen müste allein nie wird es, auch wenn man es gelinde vordrückt, aus dem unterbundenen Stücke weichen.

Man kann gegen diese einfachen Versuche einwenden, daß, da die Zellsubstanz in abgesonderte Päckchen ( Lobuli) abgetheilt ist, jedes derselben mit einer zellichten Scheide (Halter. Elem. Phys. III. p. 179) umgeben ist, welche die Gemeinschaft mir dem benachbarten hemmt» Allein diese Scheide eristirt nicht. Alle Theile der Lunge sind durch Zell­gewebe mit einander verbunden und in ihrer Lage befestigt, jeder lodulus hangt durch Zellgewebe, in denen die verschie­denen Gefäße laufen, mit den umliegender» zusammen, aber