§. 8 .

Fortsetzungen des Bauchfells.

Indem sich aber dgS Bauchfell an die Eingeweide und den Darmkanal beliebt, um sie als äussere Haut zu bekleiden, oder wenn man lieber will, indem das Bauchfell, welches die Eingeweide und den Darmkanal als äussere Haut bekleidet, an andere Theile übergeht, bildet es, durch zwischen liegenden Zellstoff zusammen- haltende, die Gefäße leitende Verdoppelungen > die man theils Bänder, theils Gekröse, theils Netze nennt.

Bänder nennt man diejenigen gröbern Verdoppe­lungen oder Falten, welche bei der Gelegenheit entste­hen , wo das Bauchfell sich an die Eingeweide begiebt, um selbige zu bekleiden. Solcher Bänder hat die Leber drey, die Milz drey, jede Niere eins, zwey, oder drey, der Schlund rechts und links eins, der Uterus rechts und links eins, jeder Eyerstock eins.

Gekröse nennt man die seiner» Verdoppelungen, welche an den dünnen und dicken Darm gelangen.

Netze nennt man die allerfeinsten Verdoppelungen, deren zwey an den Magen gelangen.

Diese sogenannten Bänder werden bei Gelegen­heit der Eingeweide, zu denen sie gehören, naher be­trachtet.

Die Gekröse und Netze aber erfordern wegen ih­res Mamm engeftMk«-, eigenthümlichen Baues eine besondere Betrachtung.

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