Dünnec Darm.

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lieber diese Saugadern streicht das Gekröse rnit seinechBlättern locker hin, und wird nicht selten, mittelst einer Zwischenlage von Fett, von ihnen abgesondert.

§. 213.

Nerven des dünnen Darms.

Die Nerven des dünnen Darms stammen von den cöliacischen Knotengestechten, und vom obern Ge- krösgeflechte, wie im 332 §. der Nervenlehre geschil­dert worden.

Sie umgeben mit ihren Netzen hauptsächlich die Arterien, mit denen sie zum dünnen Darm gelangen.

Sie sind verhalmißmaßig zu einem so zarten Theil, als der dünne Darm ist, zahlreich und ansehnlich, so fein sie auch absolut genommen scheinen.

Die Empfindlichkeit dieses Darms ist nach Ver­suchen an lebendigen, bis auf eine diesen Darm enrblös- sende Verwundung gesunder Menschen, nicht gering, doch wie es scheint, durchaus schwächer als dieEmpfindlich- keitdes Magens.

§. 214 .

Därmesaft.

Der Därmesaft, den man von der inner« Ober­fläche eines lebendigen dünnen Darms bei zufälliger Verwundung der Bauchhöhle und deiseö Darms oder bei künstlichem After nach brandigen Brüchen, oder von der innern Oberfläche des lebendigen Mastdarms, bei Vorfällen desselben gewinnt, zeigt sich dünn, wäßrig, halbdurchsichtig, etwas salzig, speichelartig, am Feuer gerinnbar, und im Ganzen dem Magensäfte ähnlich.