Dünner Darm.

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§ 2OZ.

Gchleimdrüßchen des Dünnen Darms.

Die Schleimdrüßchen, die in der Zellhaut des Dünnen Darmes liegen, und deren Gange sich auf der Innern Haut öffnen, sind nicht immer gleich deut- sich, theils wegen der Kleinheit dieser Drüßchen selbst, theils wegen der Dünnheit und Schwäche des Dünnen Darmes überhaupt.

Am leichtesten und deutlichsten erkennt man sie, wenn man den der lange nach ausgeschnittenen Dünnen Darm, gegen daö licht gehalten, betrachtet, wo sie so- dann als dunklere Pünktchen, oder Fleckchen, erscheinen.

Zahlreich und ansehnlich sind diese Drüßchen im Zwölfsingcrsiücke, sparsamer im Anfänge deä eigentli- chen Dünnen Darms, wieder gehäufter oder zahlreicher im Verlaufe, bis sie gegen das Ende desselben am zahl» reichsten erscheinen.

Sie sind von verschiedener Größe untereinander, platt rundlich, oder linsenförmig, die größevn liegen gemeiniglich einzeln, die kleinern ziemlich dicht gesäer, doch nicht leicht zusammengeflossen.

Die Mündungen der Gange von den größern un­ter ihnen erkennt man sehr deutlich auf der Uebersiache der Innern Haut.

Sie sind von sehr einfachem Baue, bestehen näm­lich aus einem Knaul oder Convolur von feinen Blutgefäß- chen, die sich in schleimabsondernd5lurzeKanälchen oder Poren endigen.

Sie dienen zur Absonderung des Därmesafts oder Därmeschleims.