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Magen. 29 1

Bei allen Krankheiten, sie mögen allgemeine Krankheiten seytt, und ein ganzes System betreffen, z. B» nachstarkcwBlutverlust, oder sie mögen nur einen Theil des Kopfs, des Rumpfs, oder der Gliedmassen betreffen, leidet daher der Magen mehr oder weniger mit, und sor lange sich der Zustand des Magens nicht bessert, bessert sich auch die Gesundheit nicht.

In den meisten Krankheiten von einiger Bedeutung, bezeichnet daher Der Zustand des Magens den Anfang, den Fortgang, die Zunahme, Abnahme, und Nacht lassung, kurz den Hauptgang der Krankheit.

Daher gilt selbst im gemeinen Leben, die wieder- kehrende Eßlust, in Fiebern, und fast in den meisten wich­tigsten Krankheiten, für ein sicheres Zeichen von Besse­rung, weil sie verrath, daß sich nun der Magen feinem gesunden Zustande nähert.

Die Redensarten: Mir ist nicht Wohl; Mir ist Übel, die doch gewöhnlich im Grunde nur den Zustand des Magens bezeichnen, verrathen, daß man den Ma­gen gleichsam für das eigentliche körperliche Ich nimmt-

.Indessen bewirken dieselben Krankheitsursachen, nach dem verschiedenen Zustande des Magens, ganz verschiedene Zufalle: leidet der Magen an Unverdaulich- keit, oder ist er mit Unreinigkeiten angefüllt, so werden alle beträchtliche Verwundungen an den, von ihm, ent­ferntesten Theilen des Körpers weit gefährlicher, ist er hingegen gesund, so verträgt er selbst angegangeneöFleisch, und macht es gleichsam durch seinen Saft wieder frisch.

Besindet sich, während starker Eiterungen an den Gliedmassen, zufällig eine unverdaute Speise im Magen,

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