(Kyo Magen.

§ i?8.

Sympathie des Magens mit andern Theilen im Allgemeinen-

Der Magen stimmet mit allen übrigen Therlen des .Körpers, sowohl im gesunden als kranken Zustande, mehr als irgend ein anderer Theil, das Hirn auSge- nommen, zusammen.

Ist die Wirksamkeit des Magens vermindert, so vermindern sich in andern Theilen Empfindung und Be­wegung , nach Verhatniß ihrer größeren oder kleineren Entfernung von ihm.

Ist der Magen in Ordnung, und wohl, so ist der ganze Mensch heiter und wohl.

Ist der Magen hingegen in Unordnung, nicht wohl, so spürt man einen merklichen Abgang an Leibes-und Geisteskräften z. B. bei der Unverdaulichkeit, beim Eckel.

Ist der Magen verwundet, so leider die Verdau­ung und dadurch der ganze Mensch.

Ja ein Schlag auf den Magen kann plözlich tödten.

Von dem verschiedenen Zustand des Magens scheint es unter andern mit abzuhangen, daß man Warme und Kalte der Luft, daß man gewisse Speisen und g e- wisse Getränke besser oder schlechter vertragt, daß man mehr oder weniger durch Empfindung geleitet, oder durch Leidenschaften getrieben wird.

Da der Magen an allem, was im Körper vorgehl, den auffallendsten, lebhaftesten, tharigsten Antheil nimmt, so wird er auch leichter als irgend ein anderes Organ angegriffen und in Unordnung verseht.