§. I?3-

Erklärung der Anahnlichung der Speisen nach den Grund­sätzen der antiphlogistischen Chemie.

Ueberhaupt laßt sich zufolge der sogenannten anti­phlogistischen Chemie die Zersetzung der Speisen im Karmkanale mit einer sanften, stillen Verbrennung, das ist, mit einer langsamen Verbindung des Sauer­stoffs (Oxygene) mit dem Wasserstoffe (Hydrogene) und Kohlenstoff (Carbone) ; folglich mit dem Tausch- proceffe dieser Substanzen mittelst der Lungen und mit­telst der Haut vergleichen.

Der in der Luft oder im Wasser enthaltene, mit den Speisen oder mit dem Getränk in den Darmkanal gekommene Sauerstoff (Oxygene) , verbindet sich mit dem Kohlenstoff (Oarbone) zu Kohlengesauertem Gas (gas acide carbonique). Dagegen verbindet sich der aus dem Speichel, dem Magensafte, der Galle, dem pancreatifchen Safte, und dem Darmesaft entbundene Salpeterstoff (Azote) , mit dem Grundstoffe der Nah­rungsmittel , oder mit der Zuckersaure (Sauerkleesaure acide oxalique).

Folglich sey die athmospharische Luft eins der Hauptmittel zur Anahnlichung der Speisen zu einem thierischen Nahrungsstoffe.

§. i?Z-

Magensaft.

Die Innere, größtentheils aus Blutgefäßen be­stehende Haut des Magens, schickt theils durch die aus­hauchenden Endigungen ihrer Arterien, theils durch die