Gänge eigener Schleimdrüschen einen reichlichen Saft in die Höhle des Magens, den man schicklich Magen­saft nennt.

Ist dieser Magensaft rein, so zeigt er sich klar, ziemlich durchsichtig, schleimig oder gummiartig, etwas salzig, aber weder bestimmt sauer, noch laugenhaft, fast seiffenartig, leicht mit Oel mischbar, aber in keinem Versuche gahrend machend, wie z. B. der Speichel, wohl aber sehr die Faulniß abhalrend, und ganz vor­züglich auflösend.

§ i?4-

Veränderung der Speisen im Magen.

Im Magen werden die im Munde wohlgekauten, mit Speichel angefeuchtetcn und erweichten Speisen noch mehr angefeuchtet und erweicht, und rheils durch die bey der Zersetzung selbst srey werdende Warme therls durch die hinzu kommende Warme der Nachbarschaft aufgelöst, ihr Fett flüffig, und ihre Gallert geschmolzen. Gewöhnlich verlieren die Speisen, wenn sie im Begriff sind, durch den Pförtner in den Zwölffingerdarm über- zAgehen, ihre Gestalt und Consistenz, fast bis zur Unkennbarkeit, und ähneln einem ziemlich gleichförmi­gen, grauen, oder gelblichen, wenig riechenden, dün­nen, faden oder milden, schleimigen Breye. Das Fleisch verliert größtentheils sein saftiges Ansehen * das Gemüsie fein blättriges Wesen.

Doch gehen mitunter Dinge nicht nur aus dem Magen, sondern selbst aus den Därmen ab, die so