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gen Verdacht schöpfte, wenn man nämlich von saurem Biere plötzlich die heftigste Harnstrenge entstehen sah/ so ließ man sich dennoch in Verfolgung dieser Spur irre machen, wenn man hörte, daß ganze Provinzen, z,B. das Hannövrische um Göttingen, von Nieren * und Blasensteinen gar nichts wußten, und dennoch häufig Bier tranken. Dieses Rachsel ließ sich aber leicht lösen, sobald man bedachte, daß das hannövrische Bier mit Kalkwasser ( dem kräftigsten Gegenmittel der Schleim- verderbung) bereitet, und daß selbst mit allen Speisen mehr oder weniger Kalk genossen wird, welches die schädlichen Wirkungen des Biers, auch die Schleimorgane der Harnwege völlig hindert.
Hiemit wird übrigens gar nicht geleugnet, daß es nicht noch manche andere unerkannte Ursachen des Steins giebt.
Daß aber ein Mensch, der bloß von reiner Milch, oder bloß von Obst und gutem Fleische, nebst einem Harten Kalkwasser lebt, den Nieren - oder Blasenstein bekommen sollte, scheint, nach Erfahrung und Theorie zu urtheilen, fast unmöglich.
So scheint auch das Caffeetrinken langsam und anfangs kaum merklich die Gesundheit des Menschen zu untergraben; das brenzliche Oel des Caffee's, welches der verwöhnten Zunge schmeichelt, kann schlechterdings nichts nützen, sondern nur schaden, wenn es sich dem Blute beimischt, weil eö von der Mildheit aller unserer Säfte so sehr abweicht; das Caffeetrinken ist zuverlaßig unter den mannichfaltigen Ursachen der sogenannten Hypochondrie eine der vorzüglichsten.
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§. 164.