Mage n.

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Diese vier Häute erkennt man, bey einem mäßig starken Magen ohne alle künstliche Bearbeitung, nach einem ganz einfachen, reinen Querschnitt, auf der Durchschnittsflache vollkommen deutlich.

Eine mäßige Einwässerung des Magens in schwa­chem Weingeist, erleichtert gar sehr die künstliche Von­einandertrennung dieser Haute.

In schwachen, schlaffen, kranken Magen ist hin­gegen diese Voneinandertrennung in großen Stücken oder Stellen beschwerlicher.

§- 13?.

Aeußere Haut des Magens.

Die Aeußere, oder Erste Haut des Magens, stammt vom Bauchfell, das gedoppelt als Neh von der Leber an ihn kommt, und gedoppelt als Netz wieder von ihm zum Dicken Darme geht.

Indem aber das Neh an den Magen kommt, und seine bis dahin dicht aneinander geheftete Blatter sich von einander entfernen, um den Magen zu überziehen, werden sie zugleich merklich stärker oder dicker.

Diese Haut des Magens gleicht daher der äußern analogen Haut der Leber, ist auswendig glatt, feucht, schlüpfrig, und so durchsichtig, daß die Muskel­fasern, Arterien, Venen, Saugadern, und Nerven durch sie durchschimmern.

Trennt man sie behutsam von der Muskelhaut, so zeigt sie sich zart, dünn, einfach, weiß, luftdicht, und auf derjenigen Flache, die dupch Zellstoffmit der Muskel­haut zusammenhängt, flockig.

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