§• iZZ- Dicke des Magens.
In ganz gesunden, starken Männern ist der Magen gleich auf den ersten Blick dicker, fleischiger, elastischer Lunkelfärbiger, undurchsichtiger, kurz durchaus starker.
In gesunden, aber doch schwächlichen Männern ist er dünner, häutiger, schlaffer, blasser, durchsichtiger kurz durchaus schwächer.
In den meisten bis zum Tode gesund gewesenen weiblichen Leichen, ist er im Durchschnitt schwächer als in männlichen.
Seine Dicke beträgt alsdann selbst bey einer mäßigen Anfüllung, oder Ausdehnung eine halbe Linie.
Ueber diesen Umstand darf man nicht nach siechen Leichen, oder nach Körpern, die an Krankheiten litten, sondernjnur nach plößlich,unversehen6 umgebrachten,oder im Kriege auf der Stelle gebliebenen, Ertrunkenen oder sonst bis zum lehren Lebenshauche völlig gesund gewesenen urtheilen, weil fast kein Glied, kein Organ des Körpers an jedem Leiden des Körpers und der Seele soviel Antheil nimmt, als der Magen.
Außer jenen traurigen Gelegenheiten, sieht mgn fast keinen gefunden Magen, denn selbst die Mägen von Hingerichteten Missethätern oder Unschuldigen sind mehr oder weniger krank.
§. IZ6.
Zusammensetzung des Magens im Allgemeinen,
Der Magen besteht ganz offenbar, ans vier deutlich verschiedenen, durch Zellstoff aneinander gehefteten, Schichten oder Hauten.