2) daß das Eisen auf die Milz wirkt, und sie kleiner erhält, oder gar selbst verkleinert,
Z) daß diese Verkleinerung der Milz durch da- Blut bewirkt werde.
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Wirkung der Milz.
Da die Milz durch ihre dichthäutige, geschlängelte, und-große Arterie, sehr vieles Blut erhält, welches wegen des vorzüglich größer» Verhältnisses der Aeste zum Stamme sich langsamer bewegt, als in andern Arterien, da ferner dieses Blut zu der Zeit, wenn der Magen leer ist, häufiger zufiießt, zugleich weniger gedruckt, weniger rasch in die hier vorzüglich schlaffen Venen übcrgcführt, folglich in der Milz sich langsamer bewegt, wo nicht gar zurückgehalten wird, so scheint dieses Blut in der Milz etwas aufgehalten zu werden, oder gar zu stocken.
Daher schwillt die Milz während der Leere des Magens durch diese große Blutmenge, die man nicht leicht in einem andern Eingeweide so groß antrifft.
Daher beginnt auch das Blut selbst, an einem so warmen Ort sich zu zersetzen, aufgelößt zu werden, oder zu verderben, wie dieß seine Mißfarbigkeit und Flüßigkeit verräth.
Dieses Blut wird aber um so flüssiger, weil ausser den Saugadern sich kein Abscheidungsgefäß findet, welches von dem durch die Arterien in sie geführten Blute etwas wäßriges abnähme.
Wird hingegen der Magen durch Speise oder