Milz. 167

ein zelliges oder schwammiges Ansehen, von dem man jedoch keineswegs auf ihren Zustand im Leben schließen darf»

Betrachtung der lebendigen Milz.

§- 55 -

Wirkung des Eisens auf die Milz.

Eisen, innerlich genommen, scheint die Milz klein zu erhalten, oder selbst zu verkleinern,

Giebt man nämlich von ein Paar gleich beschaf­fenen Thieren, z. B. von einem Paar Schweinen, Hunden, oder Ochsen, dem einen Individuum eine Zeitlang, z. B. vier bis sechs Wochen durch, Eisen­feile, oder Wasser, worin glüendes Eisen abgelöscht worden, dem andern Individuum aber nicht, so findet man in dem Individuum, dem man Eisen gab, die Milz merklich kleiner, als in dem andern Individuum, dem man kein Eisen gab.

Untersucht man ferner chemisch das Blut von ei­nem Paar solcher Thiere, so zieht man eine auffallend größere Portion Eisen aus dem Blute desjenigen In­dividuums , dem man Eisen gab, als aus dem Blute desjenigen Individuums, das kein Eisen bekam.

Diese eben so leichten als wichtigen Versuche be­weisen also unwiderleglich:

L) Daß das Eisen wirklich ins Blut übergeht, weil man es im Blute wiederfindet,

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