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1 66 Milz.

Bringt man dieses Blut der Milz in dephlogisti- sirte Luft (Gas oxygene), so wird es schön lebhaft roch.

Indessen sah man doch eine wahre Blutgerinnung (einen sogenannten Polypen) und diese sogar mit der Haut der Vene verwachsen.

§- 53 -

Nerven der Milz.

Die Nerven, die in die Milz gelangen, und im ZZI. $. der Nervenlehre beschrieben sind, liegen so dicht um die Häute der Arterien, daß man offenbar sieht, daß sie nur den Arterien angehören.

Auch schmerzt die Milz, nach ganz zuverläßigen Erfahrungen, bey Verwundungen und andern Verlez- zungen wenig oder fass gar nicht.

§- 54 -

Feinerer Bau der Substanz der Milz.

Die Innere Substanz der Milz, nach den voll­kommensten Ausspritzungen ihrer Blutgefäße betrachtet, scheint fast aus nichts als aus Blutgefäßen zu bestehen.

Die bisweilen erscheinende Knötchen oder Körnchen sind, durchs Vergrößerungsglas aufs genaueste unter­sucht , nichts als kleine Büschel, rundliche Pinsel, oder Quästchen von Gesäßen.

Folglich scheint der Bau der Milz höchst einfach, und dem Bau des Mutterkuchens sehr ähnlich.

Wascht man die Milz vom Blute rein aus, bläßt flelmäßig auf, und trocknet sie vorsichtig, so har sie