Stimme und Sprache. r2Z

Taubgebornen, die man nach denselben, als nach Grundsätzen, sprechen lehrte, und die nach denselben gebauten Sprachmaschinen, welche ganz deutlich und vernehmlich die Huchstaben, Sylben und Wörter der menschlichen Stimme nachbilden.

Hieraus jst daher auch leicht abzunehmen, wie man solchen Fehlern der Natur oder des Zufalls abzu­helfen hat.

Hieraus wird auch einleuchtend, wie taube Per­sonen durch Betrachtung her Lippen, des Mundes, der Zunge, der Nase, und des Halses von sprechenden Personen, Buchstaben und Wörter verstehen lernen können.

§. I2Z.

Peränderung der Stimme mit der Mannbarkeit, und mit den Leidenschaften.

Die Veränderung der Stimme, oder Umstim­mung der Sprachtöne, in den Jahren der Mannbarkeit, aus einer feinen und schwachen, in eine tiefere und stär­kere Stimme, scheiut durch eine Veränderung des Kehlkopfs zu erfolgen.

Diese Veränderung besteht vorzüglich in Erweite­rung und Verdickerung seiner passiv wirkenden, und in Verstärkung oder Kräftigerwerdung seiner qctiv wir­kenden muskulösen Theile.

Aie Verknöcherung der Knorpel des Kehlkopfs giebt der Stimme einen eigenen hohlen, besonders hal­lenden, oder auch wohl schnarrenden Ton.