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Stimme und Sprache.
§. 122 .
Ursachen einer fehlerhaften Sprache, die im Baue der Sprachwerkzeuge liegen.
Die häufigsten Fehler einer unvollkommenen Aus- spräche haben ihren Grund im Baue der Zunge. Denn ohngeachtet die Aussprache einiger Buchstaben, z. B. des 3 und in, der Zunge nicht bedarf, und ohngeachtet man auch ohne Zunge singen kann, so ist doch die Zunge zu den übrigen Lauten desto nothwendiger. — Denn ist die Zunge zu schwer, so daß man sie nicht bequem genug zu heben vermag, so leiden k und r — ist die Zunge zu groß, so wird t für k, und r gar nicht, ausgesprochen —
ist die Zunge zu lang, so wird s für th ausgespro? chen —
ist sie zu kurz, so leiden r und l, und d wird für th ausgesprochen —
ist sie vorne zu schwer oder zu schlaff, so leiden r
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ist die Zunge zu frei, so leidet 1, —-
Fehlt der weiche Gaumen ganz, oder doch so viel von ihm, daß er die Hintere Nasenhöhlenmündung nicht zu verschlieffen vermag, so leiden alle Buchstaben in der Aussprache, ausser in und n.
Fehlt am knöchernen Gaumen ein Stück, z. B. bei der sogenannten Hasenscharte, oder ist der Gaumen zu hohl, so wird die Stimme rauh , und das Aussprechen der Buchstaben o, n, oe, ue, b, m. p ? r* z ß leidet.
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