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Stimme und Sprache.
oder ausgestoßenen Luft ins Zittern gerathen, und fast wie bei t an den Gaumen prellen.
Die Luft gerath daher in zweimaliges bis dreimaliges Zittern: i) durch die Stimmritze, 2) durch die Spitze der Zunge, 3) durch die Lippen, falls man den Mund wie bei n schließt.
Laßt man mittelst des Gaumens die Luft in Zittern gerathen, fo entsteht der Fehler im Sprechen, den man das Schnarren nenne.
Ist der zifchendste Mitlauter.
Die Lunge steht vom Gaumen mehr der Breite als der Höhe nach ab. — IhreSeitentheile berühren die Oberkiefer. — Ihre Spitze schwebt.
Halt man daher die Zunge nicht in gehöriger Richtung , sondern liegt sie entweder zu fest oder zu locker an, so zischt man auch entweder zu viel oder zu wenig, oder spricht ein f oder sch dafür an.
Die Vorderzahne scharfen gleichsam das s, daher dieser Mitlauter leidet, .wenn die Vorderzahne fehlen.
IV.
Die Zunge breitet sich aus, oder zieht sich zusammen, nach Erforderniß des auf ihn folgenden Selbst- lautcrs.
Die Lippen sind anfangs bis auf eine kleine Spalte geschloffen, fast wie bei b, wo sie ganz geschlossen sind.
Bei diesem Mitlanter macht die Stimme gleichsam einen Wind oder ein sanftes Wehen.