Stimme und Sprache. no

und da dieser Laut durch die Nase dringt, so erzittern die Nasenflügel.

Ist daher die Nase zu, so spricht b leicht statt m an. n.

Beim m verschließen die Lippen, beim n aber die Zunge dem Laute den Gang durch den Mund. Sie legt sich nämlich an den Gaumen, verschließt dadurch -en Gang durch den Muad, und nöthigt den aus der Stimmritze kommenden Laut, durch die Nase zu dringen.

Man kann drei Verschiedenheiten im n wahrneh­men, wobei die Zunge etwas verschieden wirkt, z. B. Anker, Compagnie, Enfin.

Ist die Nase geschlossen, so spricht 1 leicht statt n an.

Die Ziererei oder Ueberspannung bei der Aussprache dieses VMauterS drückt das Wort Näseln sehr tref­fend aus.

r.

Ist zwar im Grunde von 1 in Ansehung der erfon derlichen Lage der Stimmwerkzeuge nicht sehr verschieden. Allein, da dieser Mitlauter ein kräftigeres und wieder- hohlteö Erzittern der Luft mittelst der gleichsam zu einer Federharte gespannten Zunge erfordert, so ist er in Ansehung der Aussprache der allerschwerste Mitlauter, besonders nach b, p, w; und wird daher von einigen Kindern erst gegen's zehnte Jahr, ja von einigen Men­schen gar nicht erlernt, sondern lebenslänglich durch 1 ersetzt, oder ins w, t, h, verwandelt.

Soll sogar in manchen Sprachen fehlen.

Die Zunge liegt, wie gesagt, fast wie bei 1, doch muß ihre Spitze mittelst der nachdrücklich ausgepreßten

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