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Fünftens:

Zeige man, daß, statt der Weiberröcke, die jezt modigcn Chcmisen nicht nur an sich bequemer, son- dcrn auch, eben weil sie bequemer, ganz offenbar unschädlich sind.

Fürwahr die Natur unsers Körpers ist nicht so stiefmütterlich gceigenschaftet, daß sie uns nicht an­fangs liebreich durch Uubehaglichkeit erinnern, dann ernster durch Beängstigung und Unruhe warnen, endlich drohend durch Schmerz von allem aufs treneste wegzureissen suchen sollte, was uns Nach­theil und Krankheiten zuzieht. Nur folgt freilich selten der Mensch, der sich civilisirk, und den höch­sten Grad der Humanität erreicht zu haben dünkt, ihrer leisen Erinnerung und Warnung, weil ihn Mode, Phantasie und Gefallsucht in sklavischen Fesseln gefangen halten. Auch der Körper verlangt Freiheit, die ihm doch eben so selten als der Seele zu Theil wird! Er gedeiht wenigstens nicht bei irgend einer Einschränkung, so, wie er nach der Anlage seiner Individualität doch konnte und sollte.

S e ch s t e n s:

Suche man es, mittelst geziemender, aber kräf­tiger Vorstellungen, bei der Landesregierung zu be­wirken, daß die Uniform der Landmilizen und Re­kruten, deren Einrichtung ganz allein von ihren