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Dörfern doch nicht leicht diese kurzen Camiföler oder Gilets an Werktagen, wo sie so sehr durch selbige eingeschränkt, und bei ihren schweren Handarbeiten gehindert werden würde, sondern vorzüglich nur an Sonn - und Feyertagen.
Da sich aber gerade an diesen Tagen die Jugend in den Dörfern, wenigstens in Deutschland, mit Singen, Lärmen, Tanzen, Springen, auch wohl Ringen und Balgen zu belustigen pflegt, so wirken auch wahrscheinlich diese engen Kleidungsstücke, auf ähnliche Art, wie die Nabelbinde und hohen Beinkleider, wiewohl in geringerm Grade mit zur Erzeugung eines Bruches, falls sie auch nicht ganz allein einen Bruch hervorzubringen oder zu erzwingen vermögen.
Um so mehr sind aber Brüche hierdurch zu befürchten , als gewöhnlich diese Belustigungen der Jugend in den Dörfern nach dem Essen Statt zu sinden pflegen, und H. H. Richter *) ausdrücklich lehret: „Ueberhaupt entsteht ein Bruch immer «leichter nach der Mahlzeit als vor derselben; weil „die ausdehnende Kraft der mit Speisen angefüllten Eingeweide vermehrt, und die Bauchhöhle «erweitert ist. ”
Die den Westen des männlichen Geschlechts, beim weiblichen Geschlechte gleichenden Kleidungs-
*) S. sS.