sind , als sonst , scheint mir in den kurzen und engen Leibchen, Westen, Camisölern, oder Gilets zu liegen, die jezt unsre Jugend in den Dörfern gemeiniglich zu tragen pflegt.

Gewöhnlich sind jezr diese Westen oder Gilets oben oder an der Brust offen, unten oder am Bauche dagegen geschlossen.

Gewöhnlich sind jezt diese Westen kürzer als sonst, dafür aber jezt auch ohne allen Vergleich enger, dichter, fester oder knapper anliegend, eben wegen dieser Kürze, als sonst.

Bei zu gleicher Zeit fest angelegtem Gilet und hohen Hosen gilt also vollkommen alles, was H. Hofrath Richter *) von der Ursache der Ausdeh­nung bei eigentlichen Brüchen behauptet:Es entsteht, sagt er, ein Bruch, wenn eine Stelle im Umfange des Unterleibes, zwar ihre natürliche Kraft zu widerstehen hat, die Eingeweide aber gegen dieselben stärker drucken, als gegen den übri- gen Umfang des Unterleibes.

Daß, unter den angezeigten Umständen, näm­lich bei zugleich fest anliegendem Gilet, und Hosen- gurte, die Gegend des Bauchrings und Leistenban­des wirklich als eine solche Stelle zu betrachten ist, bedarf wohl keines fernern Beweises.

Indessen trägt die männliche Jugend in den

*) S. «2.