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lang anch bei unsern BauerSmadchen gewiß Nach­ahmung finden werden, außer andern empfehlungS- werthen Eigenschaften, auch den negativen Vortheil haben, daß fie zuverläßig, Brüche wenigstens nicht veranlassen können.

Billig verlangt daher auch H.H. Faust, daß alle Bänder der Schürzen, und alles feste Binden um den Leib gänzlich wegfallen sollte.

Zur endlichen Bestätigung meiner Meynung, oder zur untrüglichen Gegenprobe, daß hier nicht zu viel Böses von den männlichen Beinkleidern, und Weiberröcken behauptet worden, kann ich mich auf die von mir und andern sehr oft bei Gelegenheit der Kur von Brüchen gemachten Bemerkungen berufen: Lediglich nämlich, wegen zu hohen oder zu fest ge­schnallten Hosen beim männlichen Geschlechte, oder wegen des zu starkden Leib umschließenden RockbunteS beim weiblichen Geschlecht waren wir oft nicht im Stande, das in einen Bruch aus dem Bauche Vor­gedrungene , auch durch die besten Bruchbänder, so leicht zurückzuhalten, als wenn der männliche Kranke nur seinen Schlafrock ohne Hosen, oder nur kurze, leichte, lockere umliegende Unterhosen, oder ein Frauenzilumep eine den sogenannten Chemisen ähnliche Kleidung anhatte.

Bloß allein also durch Nachlaffung oder Lüftung des fest umliegenden Hosengurteö, statt dessen wir