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besondern Eintragen des Heues, 4) dem lebenS- wierigen und unaufhörlichen Genuß der meist sehr fetten Milchspeisen und der Molken statt des Ge­tränks dazu, und 5) die durch alle vier vorhergehende Ursachen seit langen Generationen praparirte erb­liche Disposition; ließe sich also noch die sechste, nämlich das Tragen schwerer, festumschnallterHosen fugen, welches besonders bei den drey ersten Ur­sachen kräftigst mitwirkt.

Ein gleiches Raisonement läßt sich auch über die Holländer anstellen, die eben sowohl durch ihre schweren, hohen und fest umschnallten Hosen, als durch ihre ganz ungeheuer häufigen Brüche, uns nur zu bekannt geworden sind; worüber .ch etwas mehr bei Gelegenheit der prädisponirenden Ursachen zu sagen mir noch vorbehalte.

So viel ich mich nur erinnern kann, sah ich die wenigsten Brüche bei Kindern in Dörfern und Städten, in dem Alter entstehen, was zwischen die Weglassung der Nabelbinden, und die erste Anle­gung der Beinkleider fällt, wo die Kinder meist so­genannte lange Kleiderchen zu tragen pflegen. Die meisten sah ich während der anliegenden Nabel­binde, und dann nach Anlegung der Beinkleider entstehen, die man jezt durchaus die Kinder sehr hoch tragen läßt, so hoch, daß sie mehrentheils über den Nabel hinauf reichen. So lange Kinder ihre Kin-