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ihre Menge sich schon daraus schließen lasse, daß, wenigstens vor dem, die Schweiz das rechte Abla- ger der umherziehenden Bruchschneider war, und daß man 1712 nach der Schlacht bei VilMergen, als die Todten auf der Wahlstatt ausgezogen worden, eine unglaubliche Menge gebrochen ge­funden.

Welche Nation giebtö aber wohl, die sich so recht eigentlich durch ihre weiten, und schweren, mitunter auch ziemlich hohen Plnmphosen auszeich­net als die schweizerische? Wie erstaunend hoch laufen nicht die Hosen hinauf, worin besonders die alten schweizerischen Krieger und Melden vorge­stellt werden?

Man betrachte die Schweizertrachten, und man wird meistens durchaus solche Hosen, die gewiß keine geringe Zuschnallung oder Zubindung zum Festhalten erfordern, bemerken.

Kommt nun noch ein eigener Gurt,Riemen, oder Leibbinde dazu, wie z. B. in den Trachten des Can- ton Uri, Schweiz, Unterwalden und Glarus dazu, was kann die Folge davon seyn? Unter andern zu- verläßig auch die, daß sie oft Brüche veranlassen.

Zu den fünf von H. H. Blumenbach so treffend geschilderten Ursachen der häufigen Brüche unter den Schweizern, nämlich i) dem gewaltsamen Kämpfen, L) dem sogenannten Steinstossen, I)deM

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