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Daß alle gewaltsamen Anstrengungen, beim Ziehen, Stoßen, Heben, Tragen, so wie alle heftige Leibesbewegungen als Tanzen, Reiten, ganz besonders aber Springen, bei fest anliegenden hohen Beim kleidern, die Gefahr zu Brüchen vergrößern, ist um so begreiflicher, als wegen des auftechten Gange- bes Menschen, die Därme, bis aus den Theil, der sich ins Becken senkt, in der Gegend der Bauchringe am tiefsten oder niedrigsten liegen.
Daß aber starke , oft auch gewaltsame Anstrengungen bei den schweren Handarbeiten der Jugend in den Dörfern unvermeidlich ist, brauche ich wohl nicht zu beweisen, indem eine bloße Hindeutung aufs Pflügen, Mähen, Dreschen, Graben, Hacken, Aufladen %u f. f. mir schon zuzureichen scheint.
Einen Beweis, daß fest angelegte Beinkleider eine Hauptmfache der Brüche find, liefert uns auch die Jugend in der- Schweiz, von der H. H. B lu- menbach *) ausdrücklich anführt, „daß Brüche zu ihren einheimischen Krankheiten gehören, und daß sie durchgehends in den Alpen besonders aber in den ssgelmnnken kleinen Canwnen, beim männlichen Geschlecht, so ausnehmend häufig seyen, daß
*) In seiner medicinischen Bibliothek Band z x.725.
welche Abhandlung auch in Richters chirurgischeu
Bibliothek Band 8. p. 142. steht.