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bleibt, bis er selbst der unkundigen Mutter, der unerfahrensten Bauersfrau durch feine Größe in die Augen fällt, aber auch nun nicht mehr fo leicht wegzuschaffen steht.
Sechstens; wird ein Bruch, durch den Druck' der Nabelbinde, um fo leichter entstehen , als Kinder öfter' und stärker von Winden oder Blähungen geplagt werden, und es bekannt ist, daß wenn der Leib von Winden ausgedehnt ist, gar leicht ein Bruch entsteht. Daß dieses wieder besonders bei Kindern auf den Dörfern öfterer der Fall ist, wird man wohl nicht läugnen, sobald man bedenkt, daß den guten Landleuten doch immer noch viel medici- nischer Beistand bei solchen Gelegenheiten abgeht.
Siebentens: wird ein Bruch, durch den Druck der Nabelbinde um so leichter entstehen, als die Nabelbinde, Tag und Nacht durch, folglich unausgesetzt, anhaltend wirkt, und nicht wie ein anderes Kleidungsstück nur den Tag durch getragen, und Nachts abgelegt wird.
Sonst entstanden nicht so oft als jezt, durch den Druck der Nabelbinden Brüche, weil man sonst die Kinder entweder ohne alle Nabelbinde, liest, oder die Nabelbinde nur ganz locker anlegte, oder sie doch nicht so lang machte, daß sie, wie IHt, einigemale den Bauch umzingelte, dagegen