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sten dennoch ziemlich rohe Frauen bleiben, und mit den neugebohrnen Kindern sehr unsanft umgehen, folglich auch, wie mich die Erfahrung sattsam ge­lehrt hat, die Nabelbinden oft so . fest angelegt wer­den , daß man glauben sollte, sie hatten recht eigent­lich die Absicht, den weichen nachgebenden Bauch tüchtig in der Mitte zusammen zu schnüren. Auf das Weinen, Schreyen des sich aus allen seinen Kräften dagegen sträubenden, wehrlosen Kindes, wird Hiebei von ihnen gar nicht geachtet. Sie stehen in der festen Ueberzeugung, es müßte so seyn, und bleiben ohne weiteres Nachdenken ruhig bei dieser Behandlungsart. Die noch unerfahrnen Mütter folgen blindlings der Anweisung ihrer Hebammen und Wartfrauen, und lassen sichs nicht von weitem beifallen, diese schädliche Behandlung ihrer Kinder zu andern.

Fünftens : wird ein Bruch durch den Druck der Nabelbinde, um so leichter nicht nur ent­stehen , sondern sich auch vergrößern, als ein kleiner Bruch, der sich kaum von einem ge­schickten Wundärzte, geschweige von einer rohen Hebamme, oder plumpen Wärterinn erkennen laßt, und der sich vielleicht nach abgelegter Nabel­binde mit dem Wachsthum, und mit der Zunahme der Starke der Bauchdecken des Kindes, von selbst wieder verloren hatte, so lange unbemerkt

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