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Drittens : Wird ein Bruch bei Gelegenheit des Drucks der Nabelbinde um so leichter entstehen, als (was ich kaum anzuführen brauche) Kinder ohn alles Verhältniß nicht nur öfterer, sondern auch weit heftiger und anhaltender, als Erwachsene weinen, schreyen, und so gewaltsam kreischen, daß sie oftmals die äußersten Kräfte des Athemholens dazu verwenden, oder wie man im gemeinen Leben sich auszudrücken pflegt, ganz außer Athem kom­men. Es ist oft fürchterlich anzusehen, wie stark unter diesen Umständen der Unterleib vorgetrieben und gespannt wird. Nicht ohne inniges Erbarmen sah ich nun gar zu oft den Bauch dieser wehrlosen, hülfebedürftigen, zarten, Geschöpfe als eine doppelte harte, fast Zerfprengung drohende Geschwulst sich ekheben, wenn ihn eine umliegende schmale Nabel­binde unter solchen Umständen.einschränkte.

Man kann sich sehr leicht vorstellen, mit welcher Heftigkeit, unter solchen Umständen, die Därme gepreßt, und gegen jede nachzugeben fähige Stelle hingetrieben, und somit Brüche bei Kindern öfterer als ohne Nabelbinde veranlaßt werden.

Viertens: Wird ein Bruch, bei Gelegenheit des Drucks einer Nabelbinde, um so leichter bei der Jugend auf den Dörfern, wovon hier eigentlich die Rede ist) entstehen, als ohngeachtet des Unterrichts, den unsre Dorshebammen erhalten können, die mei-