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aber was sie nach gehörig abgegangenem Reste der Nabelschnur nützen sollen, kann ich gar nicht ein- sehen. Wenigstens bemerkte ich noch nie vom Weglassen derselben, den allermindesten Nachtheil.

War ein (freilich nur einem geübten und erfahr­nen Kenner entdeckbares) Nabelbrüchgen, nicht schon vor dem Abfallen der Nabelschnur entstanden, so sah ich es nachher, weder durch die bloße Nabel­binde ferner verhütet, oder geheilt, noch durchs Weg­lassen derselben jemals veranlaßt werden.

Da nun der Augenschein, und das Selbstge­fühl klärlich beweisen, daß es seine völlige Rich­tigkeit hat, was die Physiologie von der Ausdeh­nung und Vertreibung des Unterleibes wahrend der Einathmung lehret, so kaun es auch gar nicht feh­len, daß nicht alles, was den Unterleib fest umzingelt, dem Nachgeben, der Ausdehnung, und Vortrei­bung desselben sowohl im Ganzen, als in seinen Thei­len, nach Beschaffenheit der Breite, Dicke, Festig­keit, Harte und Zuschnürung des Gürtels, mehr oder weniger bei der Einathmung widerstehen oder hinderlich seyn sollte.

Was ist die Folge hievon ? Bei der Einathmung wirkt der sich hinabgehende Zwerchmuskel, zur Erweiterung der Brusthöhlen, mit Nachdruck, auf alle zwischen und unter ihm befindliche Eingeweide des Unterleibes und des Beckens, preßt und treibt