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Magen.

wenig verändert sind, daß man noch völlig ihre Form und selbst ihre Farbe erkennt.

Ohngeachtet Pflanzen, und selbst bloße Fleisch­speisen, im Magen säuerlich und später hin auch sau- licht werden, wie offenbar der Geruch und der Ge­schmack verrath, so entsteht doch weder eine eigentliche Gahrung noch eigentliche Faulniß, sondern es entwik- kelt sich die theils an den Speisen Hangende, theilö aus dem Innern der Speisen bei ihrer Zersetzung oder Auf­lösung dringende sixe Luft (Gas acide carbonique) und die mflÄMMableLuft (Gas hydrogene) und Wärmestoff (Calorique) w^rd^ey.

§. 175.

Auöhauchung und Einsaugung der auswendigen Flache des Magens.

Die Auswendige Oberfläche des Magens, haucht einen Dampf in die Bauchhöhle, gerade so wie die ganze übrigeOberfläche des Bauchfells, durch ihre Arte­rien auö; und saugt einen Theil des Bauchfellssafts durch die Mündungen ihrer Saugadern wieder ein.

Indem aber diese auf der auswendigen Fläche des Magens entsprungene Bauchfellsaft führende flache Saugadern des Magens, sich auf den mit der inwen­digen Fläche des Magens entsprungenen Speisesaft füh­renden, tiefen Saugadern vereinigend vermischen sie auch den Speisesaft mit dem Bauchfellsafte, und tragen also zur Anähnlichung des Nahrungssaftes zu einer Thieri- schen Natur, schon vor Gelangung desselben in den Hauptstamm das ihrige bey.