Magen. 267
heit der Getreidearten selbst, theils wegen Verschiedenheit der Bereitung, hauptsächlich aber wegen der Verschiedenheit des dazu genommenen Wassers.
Ein mit reinem Wasser bereitetes, unverfälschtes, leichtes, dünnes, gut gegohrnes Bier scheint ein nicht verwerfliches Getränk.
Ein unsauberes, schlechtes, saures Bier hingegen äuffert schreckliche Wirkungen aus verschiedene Theile, besonders die Schleimorgane der Harnwege.
Essig, den man theils aus Wein, theils aus Bier gewinnt, wird selten als Getränk, sondern meist nur als Gewürz genossen, oder zur Aufbewahrung des Fleisches angewendet. — Ueöermäßig genossen, schwächt er den Magen.
Brantwem, wird aus allem, was Wein giebt, auch aus dem Getreide und selbst der Milch gewonnen, ist höchstens als Arznei, oder im höchsten Sommer mit Wasser vermischt getrunken, heilsam; aber als Getränk wahres Gift. Brantwein verdickt alle Säfte des menschlichen Körpers, indem er ihnen das zu ihrer Flüssigkeit nöthige Wasser gleichsam gewaltsam entreißt, indem er die Haute der Gefäße verdichtet, durch seinen Reiz zusammen zieht, und selbst chemisch einschrumpfen macht. — Daher erfolgt bei Brantweintrinkern Schwäche, Steifigkeit und Zittern der Glieder, Sein rhus des Magens, Verhärtung der Leber, und endlich Ausdörrung des ganzen Körpers.