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aus dem Körper,-löst den Schleim und alle

stockende Säfte, selbst die solidesten Theile auf, er­halt das Blut zum Kreislauf in gehöriger Flüssigkeit, und schafft sie ihm wieder, sobald sie gemindert zu wer­den anfangt.

Es ist völlig unschädlich, in sofern keinen einzi­gen thierischen Saft zum Gerinnen bringt.

Daher ist Baden in lauwarmem Wasser so äußerst heilsam in Fällen, wo die Därme weniger einsaugen, und wo der Magen kaum einiges Getränk, ja nicht einmal Wasser, verträgt.

Kurz, Wasser ist die Hauptgrundlage des Blute, mittelst dessen alles im Körper gebaut und erhalten wird.

Alles dem Wasser beigemischte, was blos die ' ' Zunge k^helt, ist überflüßig, oder gar schädlich, ausser ' wenn einen bestimmten, heilsamen, medicinischen Endzweck erfüllt. Doch scheint ein härtliches, mit Luft­saure geschwängertes, oder Kalk haltendes Wasser nicht nachtheilig.

Wein, das ist, reiner Saft, den man aus aller­hand Trauben, Beeren, Obst, Saamen, Halmen, Palmen, oder auch aus Honig gewinnt, und nach der Gahrung genießt, erhöht, sehr mäßig genossen, die Leibes- und Seelenkräfte, erwärmt, und stärkt. Uebermäßig genossen, schadet er gar sehr, wegen der Schwäche, die er verursacht.

Bier, ein ebenfalls durch Gährung, aber aus gedörrtem Getreidesaamen und Hopfen bereitetes Getränk ist verhältnißmäßig eben so sehr verschieden, als der Wein; rheils wegen der Güte und Verschieden-