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„Materie hart, elastisch, oder weich angenommen wird. — Diese Abteilungen erschöpfen die verschiedenen mechanischen Bewegungsarten. „Die specifisch verschiedene physische, Natur der Materie würde die Modi- „ficakion der innern Bewegung nach AsfimtatSgesetzen bestimmen.— ES „ist hinlänglich, die von der Wirklichkeit abweichenden Fälle zu berühren, um zu sehen, daß sie alle auf dieselbe wenigstens im Verstände „bezogen werden würden, wenn Ihnen nicht die Erfahrung gezeigt „hatte, daß die Vereinigung der Nerven mittelbar durch eine im liqui- „den Zustande befindliche Materie bewirkt werde, auf deren statiger „Oberfläche sich die Nerven der bestimmt empfindenden Sinne endigen. „Hier, so wie es nicht so sehr selten auch sonst begegnete, ist die Entdeckung auf dem Ersahrungswege dem, was der Verstand Härte finden ^können, vorgeeilt."
„Die unmittelbare Vereinigung der Nerven unter sich in einen „Stamm — um es so zu benennen — würde, wenn eö der Fall wäre, „in so ferne nichts erklären, als die Leiter (Conductores) der Impressionen — denn, so kann man die Nerven doch nur in sich betrachten „—; doch daS noch aufzufuchen übrig lassen, was die Impressionen auf- „und annimmt : den Ort nämlich und die Materie, wo die erste Bewe- „gung erzeugt und die letzte angenommen wird. Man hätte also in „einer solchen unmittelbaren Vereinigung nicht das gefunden, wornach „man eigentlich suchte."
„In der mittelbaren Vereinigung hat man es schon gefühlt, daß „eine weiche Masse in sich nicht wohl fähig wäre, ein gemeinschaftlicher „Sitz aller Empfindungen zu seyn; sonst würde man schwerlich dem „Verlaufe der Nerven in die Gehirnmasse so nachgespürt haben. Aber, „ohne es sich zu sagen, merkte man wohl, daß eine weiche Masse dem „Jmpulsus, welchen sie erhält, keinen freien Lauf gestatte, sondern vielmehr