folglich: in den sich alle durch die Nerven nach dem Hirne zu erfolgende Bewegungen sie seyn auch. Welche sie wollen; sie geschehen auch. Wie sie wollen hinbegeben, gleichsam concen- triren rr).

Concentriren sich aber alle mittelst der Nerven gegen'S Hirn zu geschehende Bewegungen in der Flüssigkeit der Hirnhöhlen: so entstehen auch alle aus dem Hirne kommende Bewegungen in der nämlichen Feuchtigkeit der Hirnhöhlen. Oder mit andern Worten: Zwischen der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen und der Hirnendigungen der . Nerven findet Wechselwirkung Statt.

Wäre dieses richtig: so dünkt mich ließen sich auch manche Erscheinungen bei der Rückwirkung (Reactio) des Hirns durch die Spon­taneität der Seelenkraft näher erläutern.

H 2

rr) Es ist mir nicht unbekannt, daß ähnliche Zdeen schon bei älter« und neu, ern Schriftstellern Vorkommen: z. B.

Vom Herophilus sagt Galenus: daß er die Seele in die Hirnhöhlen

(Ventriculo Cerebri) gesetzt habe.

Vom Galenus fagtplatner, Quaestionum physiol ogicarum Libro II, pag. 237:Materiam Spiritus animalis partim per nares, partim per arterias ad cerebrum perferri, et ventriculorum recondito quodam artificio su- bigi atque elaborari.

Von den Arabern sagt Faller, Elementorum Physiologiae Tomo

pag. 397:In Ventriculis anterioribus sedem imaginationis posuerunt.

So erinnere ich mich gelesen zu haben, daß Arantius vermuthlich in sei, nen Observationibus anatomicis den Sitz der Seele ln den Hirnhöhlen suchte.

So hat wepfer, de Apoplexia:Spiritus in Ventriculis Cerebri habitantes.

Und Ith, Anthropologie. Sette 192:Der Dunst in der Hkrnhöhle ist -»vielleicht in der Theorie der Empfindung vvu Wichtigkeit."