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derungerr unterworfen: so ist es wohl die Gefäßhauk zugleich mit der Spinnwebenhaut des Hirns/'

Unter 216 solcher Personen fanden sich 162, bei welchen die Ge- fäßhaut außerordentlich verdickt und schleimig war; doch bei einigen mehr, bei andern merklich weniger."

Ganz natürlich!- Materielle Veränderungen im Hirnbaue kön­nen nicht Vorgehen, wenn sie nicht zunächst durch die Gefäßhaut erfolgen.

Eben dieses verdienstvollen Mannes Beobachtungen über die Be­schaffenheit der Flüssigkeit der Hirnhöhlen in Hirnkranken, die keines Auszugs fähig sind, muß man in seinem elastischen Werke selbst Nachlesen.

§.

Auch die vorsetzlich an Thieren gemachten Verletzungen des Hirns Harmoniken mit unferm Satze.

Arne mann qq) sagt ausdrücklich:

Geht der künstlich erregte Verlust der Hirnsubstanz bis auf die Hirnhöhkenr so kommen die Thiere mit dem Leben nicht davon."

§.

UebrigenS scheint zum bloßen Leben oder Vegetiren kein Gemein­sames Sensorium nothwendig zu ftyn. Denn wir finden nicht bloß Thiere und Pflanzen ohne Hirn, folglich auch ohne Gemeinsunes Serr- sorium, leben; sondern selbst Menschenkinder fast ohne alles Hirn, folg-

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qq) Im Zweiten Bande. Seite 176.