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kräfte antreffe. — Nur müsse man den Fall unterscheiden, wenn eben diese Rhachitis den Schedel entweder durch Wasser zu sehr auseinander treibt, oder im Gegentheile ungeheuer verdickt; folglich das Hirn zusammendrückt, und Stumpfsinn und Dummheit veranlaßt.
In der Rhachitis und Hirnhöhlenwasserfucht nämlich ist mehr Flüssigkeit, als gewöhnlich, in den Hirnhöhlen vorhanden, welche hinzu« kommende Feuchtigkeit der organischen Flüssigkeit der Hirnhöhlen nicht schadet, sondern — meines Erachtens — ihrer Wirkung vielmehr durch Gestattung freierer und leichterer Bewegung förderlich werden muß; falls eö richtig ist, daß das Gemeinschaftliche Sensorium in der Flüssig« keit der Hirnhöhlen sich findet.
Will man über Liefe durch tägliche Erfahrung leicht zu bestätigende Thatsache ein schriftliches Zeugniß: so will ich nur das neueste, mir bekannte,von einem wackern Schriftsteller, I ohann Gaurieribb), anführen, welcher schreibt:
„Rhachitici vel Hydro cephalici parvo Cerebro et Cerebello jjdonantur, ut ad folii subtilitatem fuerint redacta haec „viscera; quainquam ii aegroti summa pollerent acutie. u
Daß quälende und beunruhigende Träume ein Symptom der Hirnhöhlenwassersucht sind, wie Rush 11) bemerkt, ist nun sehr begreiflich.
§. 49 .
Auch meine Erklärung: Wie starke Beschädigungen des Schedels bisweilen dem Hirne vortheilhaft werden können? kann ich nun etwas
kk) De Struma. Vindobonae 1794. Pag. 9.
11 ) Transactions of the Physicians of Philadelphia, Philadelphia 1795. Volume X. welches auch der Necensmt in den Götting'schen Gelehrten Anzeigen bestätigt.