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Die Hörempfindung wirkt gleichsam stark, aber nicht anhaltend; Die Seheempfindung dagegen weniger stark, aber anhaltender, wegen der ansehnlichen Ausbreitung der Hirnendigung der Sehenerven.

Was dem Sehen im Verhältniß zum Hören in Rücksicht der Intensität abgeht, gewinnt es dafür verhältnißmäßig an Extensität (Extension).

§- 4Z.

Nehmen wir unfern Satz an: so können wir für die wirklich an- geborne Verschiedenheit der Geistesfähigkeiten doch einigen materiellen Grund angeben.

Bisweilen sind die Hintern Hörner der Seitenhirnhöhlen kürzer aber breiter; bisweilen dagegen länger aber schmäler, wie dies schon < 3 <*11e t*e dd) sehr deutliche Beschreibungen,und unvergleichlich Vicq d' A Z yr's Tafeln zeigen.

Bisweilen ist die Zirbel förmlich hohl, so daß die Feuchtigkeit der Hirnhöhlen in sie tritt.

Oft sind die Hirnendigungen der Hörnerven an Zahl, Gestalt, u. s. f. (§. 16 ) verschieden.

Kann, oder muß nicht dieses alles auf's Sensorium einen ver­schiedenen Einfluß haben?

§. 44.

Sehr wahr ist also folgende Behauptung:

G 2

dd) De corporis humaiii Fabrica. Tomo VIII, pag. 66.Longitudo varia: inque aliis cadaveribus duplo quam in aliis longiorem et biuncialem fuisse vidi.