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Es dünkt mich daher sehr klar, daß, so wie die Hirnendigungen der Hörnerven und der Sehenerven höchst verschieden sind, möglichst weit auseinander liegen, auch die aus ihnen in die Feuchtigkeit der Hirnhöhlen übergehenden Bewegungen höchst verschieden seyn müssen. — Die Hirnendigung nämlich
der Hörnerven ist strahlenförmig, — wie eingelegt; — und
liegt am Hintern Schlüsse der Hirnhöhlen.
der Sehenerven ist
pferdeschweifförmig — an der Kreuzungsstelle abgesetzt vorstehend — und ringsum mit Wasser umflossen — an den Sehehügeln hingegen schweifförmig; und liegt am Vorder» Schlüsse der Hirnhöhlen, also an der entgegengesetzten Wand.
Die durch die Hörorgane und Seheorgane erfolgenden, dem Gemeinsamen Sensorium in der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen mitgerheilten, Bewegungen können daher einander nicht verwirren; — theilö, weil (fafl& man sie gar sehr grob annähme) sie durch die Wasserleitung, oder den Aquaeductus, getrennt werden; — theils, weil sie nicht homogen, sondern ganz von einander verschieden sind.
§. 42.
Da die Hirnendigung des Sehenerven weit ansehnlicher, ausgebreiteter ist, oder eine weit größere Fläche auf den Wänden der Hirnhöhlen einnimmt, als die Hirnendigung des Hörnervenö: so ist's auch begreiflich, warum die durch die Seheorgane ins Sensorium commune gekommenen Bewegungen (Eindrücke oder Empfindungen) länger anhal- ten, als selbst die lebhaftem und stärker» durch die Hörorgane ins Sensonum gekommenen Bewegungen.