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ihrem Wesen nach ftyn muß, alsdann entstehen könnte? — Z. B. der Sehenerven ist vom Augapfel an, bis in die Höhle deö Hirns hin, so viel sich nur entdecken laßt, homogen; folglich ist auch die durch ihn erfolgende Bewegung homogen, so lange er ganz die nämliche- Einrichtung behält.
Nehme ich hingegen mtr Die durch den Nerven nach dem Hirne zu erfolgende Bewegung bleibe bis zu feiner Hirnendigung die nämliche (denn warum sollte man eine Aenderung in der Wirkung annehmen, so lauge man im Bane des Nervens gar keine Veränderung bemerkt?), theile sich nun aber, wo der Nerve aufhört, der Hirnhöhlenfeuchtigkent mit: so wird wenigstens begreiflich, daß nun etwas gar sehr Verschiedenes— eine Empfindung nämlich — entstehen kann; ungeachtet man weder das, Was eigentlich geschieht, noch die Art, Wie es geschieht, anzugeben vermag.
Noch einen andern Grund führe ich gegen die Statthaftigkeit der Meinung: — Daß das Sensorinm commune in einem soliden Theile des Hirns enthalten ftyn sollte, — in meiner Nerventehre §. 98 an, wo ich sage?
„Da man keinen bestimmten Theik des Hirnmarkes findet, der nicht zuweilen ohne merkliche Hinderung irgend einer Verrichtung, ohne einen ^für's Sensorinm commune damit verbundenen merklichen Nachcheil, „zerstört gefunden worden wäre: so scheint auch das Gemeinschaftliche „Sensorinm auf einen kleinern Theil des Hirnmarkes'*—(das ist: einer soliden Masse) — „nicht eingeschränkt zn ftyn.^
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Soll ferner das Gemeinschaftliche Sensorinm im Hirne da sich finden, wo alle Nerven zusammen kommen: so find es die Wände der