Entstehen aber die Empfindungen des Gesichtes in der Feuchtigkeit der Hrrnhöhlen: so muß auch hier ihr Lensoiinrn commune sich finden.

§. ! 8 -

. Riechnerven.

Untersuchung des Hirns in irgend einem unserer gemeinen HauK- faugekhiere zeigt in Ansehung des RiechnervenS ohne alle Künsteley, was weitbre chr, und besonders Metzger, so vortrefflich schil­dern; nämlich: Daß die meisten Säugethiere ein dickes, kurzes, und hohles Riechnervenpaar besitzen, welches, was hier die Hauptsache ist, mit seinen Höhlungen vorwärts gegen die Siebplatte des Riechbeins hin geschloffen oder blind geendigt, hinterwärts aber mit den Hirn­höhlen in offener, freier, und deutlicher Verbindung steht.

Da nun in dieser Höhle die Hirnendigungen des Riechnervenpaares: auf eine ähnliche Art sich befinden, wie im Menschen die Hirnendrgun- gen der Hörnerven in der Vierten Hirnhöhle; so folgt auch: Daß die Bewegungen, welche mittelst der Geruchwerkzeuge in den Riechnerven erfolgen, falls sie weiter fortgepfianzt werden, sich der Flüssigkeit in-den Hirnhöhlen miltheilen oder in die Flüssigkeit der Hirnhöhlen übergehen.

Lehrt aber nicht die Naturgeschichte, daß einige Thiere weit mehr als der Mensch, durch den Sinn des Geruchs geleitet werden? weil nämlich bei ihnen die große eigene Höhle des RiechnervenS einen ansehn­lichen Theil der Flüssigkeit der Hirnhöhlen, somit einen beträchtlichen Theil ihres Sensoriums, aufnimmt.

Das menschliche Riechnervenpaar kann man weniZstens in Erwach­senen nicht so gut, wie bei T hieven, wegen ihrer Dünne, Zartheit^ und