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tem Vorbedacht, nach der reiflichsten Ueberlrgung: dafl kei, ne so genannte Wucherung des Callus existir^.

Ein Paar Recensenten meines Werkes fanden es noth, wendig, gegen diesen Satz einige ihnen wichtig scheinende Erinnerungen zu machen.

Zch vermuthere freilich, da ich den gegenwärtigen Zustand der Wundarzneikunst zu kennen glaubte, daß dieser Sah auf, fallen könnte, hoffte aber doch, daß, ehe man etwas ge, gen ihn einwendete, man entweder gegründete Autoritäten, oder gar eigene Beobachtungen, kurz: T hat fachen, anfüh, ren würde.

Wahrscheinlich hatte man entweder gar nicht gelesen, oder wieder vergessen, was der große Pott sagt, und was doch auch unter uns durch Richters *) vortrefflichen Aus, zug bekannt genug geworden seyn sollte:

Die Verhütung eines Zuflusses von Säften durch Hülfe der Binde ist eine gewöhnliche Redensart; aber dte, jenigen, so sich derselben bedienen, verbinden entweder gar keinen Begriff damit, oder doch einen sehr irrigen »)."

Es ist auf keine Weise ausgemacht, daß die Kunst da, zu erfordert werde, den Knochensaft in Ordnung zu halten, oder daß die Kunst im Stande sey, den Zufluß zu regieren und in Schranken zu erhalten v )-".

übertreffen, und der trefflichen Abbildungen bei Bonn und Andern, so wie auch derjenigen Beispiele, die ich theils verschenkt, theils weg- geworsen habe, nicht zu gedenken, t) In seiner Chirurgischen Bibliothek, Band l. Seite 73.

*) P. Pott's sämmtliche Chirurgische Werke. Aus dem Englischen übersetzt., Zweiter Land, Berlin, .1788. Seite 77.

*) Ebendaselbst. Seite 81*