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Auch*ist nach Hn. v. Matthisons Versicherung weder Cu* vier noch Hrn. Leibmediku^ J ä g e r, der die Umgebungen von Kann- stadt von allen Seiten, und so viel möglich in allen Tiefen studirt hat, etwas davon bekannt, dafs daselbst fossile Reste von Kroko­dilen zu Tage gekommen wären. Eben so wenig wissen des Hrn. L.M. Jäger Bruder, Hr. Dr. Jäger, noch Pfarrer Memminger, dem wir die neueste trefßiche Beschreibung von Kannstadt verdan­ken, etwas von solchen Krokodilen!

§ 27 -

Versteinter Gavial von D aiti ng.

, So viel von den mir bis jetzt bekannt gewordenen angebli­chen und wahren Beyspieleti versteinter Krokodile, von denen ge­rade die allervorzüglichsten sich im dermaligen Königreiche Baiern fanden. Sollten durch gefällige Mittheilung von Lesern, welche sich für die Vollständigkeit solcher Anzeigen interessiren, mir noch meh­rere bekannt werden, so will ich nicht säumen sie in einem Nach­träge mit Dank bekannt zu machen.

Ich komme nun zur Schilderung des gegenwärtigen Petrefaets. Tabula i. (Figura l. 2 . und 3.).

Die zwey Steinplatten, zwischen welchen dieses Fetrefact ent­halten ist, wurden gebrochen, vor zwey Jahren, 1812, zu Daiting, zwey kleine Stunden von Monheim, im sogenannten Meulnhard, in einer nur wenige Fufs tiefen, bereits wieder verschütteten Bohnera- Grube.

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Als ich im May des Jahres 1814 diese mit schönen Buchen bewachsene, sanft hügelige Gegend besuchte, fand ich an mehreren an geschürften Stellen rechts und links der Stelle, wo man dieses Petrefact gebrochen hatte, zwischen den auch hier, so wie zu Soh-

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