. §. 73 -
Beym Ausschneiden fand ich in ihm, außer dem Magen, dem Netze und der Milz, de« Ganzen Darmkanal, vom Magen an bis auf das Stück des Dicken Darmes, das hinter dem Magen, in den Nabelring wieder zurückkehrend, zum Aster hmabsteigt» Daö Längste Stück des Dicken Darmes lag folglich gekrümmt im Unterleibe.
Der Unterleib war übrigens ganz zusammengefallen, weil die Eingeweide außerhalb ihm
lagen.
Der Rechte Hoden lag tiefer, als der Linke.
Die Nieren schienen, samt dm Nebennieren, natürlich beschaffen.
Ich finde nur Eine, und zwar die Linke Nabelarterie, woraus sich also der richtige Schluß folgern laßt , daß die Eine fehlende Nabelarterie nicht die Ursache der Misbildung im vorigen Falle gewesen seyn könne, sonst müßte hier eine ähnliche Misbildung eintreten, von der man nicht die mindeste Spur entdeckt.
Die Füße liegen übrigens einwärts gekrümmt.
Zweite Figur.
Ausgeschnittener Sack des Nabelbrüchs mir den darin enthaltenen Thelleu» a ä ä s. Bauchdecken oder Bruchsack, b. Leber»
0 . Milz»
d. Magen.
e. Blinddarm.
: £ Wurmförmiger Fortsaß» g. Der unter dem Magen fortlaufende Müstdarm.
‘ h. h. Netz.
D r i t t e F r g u r.
.. §.. 74 ^
Dieser gleichfalls aus der ehemaligen Kalkschmiedschen Sammlung genommene Em- bryö ist weiblich - und, dem ganzen Ansehen nach, etwas alter - als der vorhergehende.
Von der Lambdanach an bis gegen die Schulterblätter hm erstreckt sich ein sehr weiter Sack einer vermmhlich gewesenen Geschwulst, der Mit etwas Baumwolle ausgesiopst war» Der Balg dieser Geschwulst ist noch ganz deutlich, und ließ sich absondern» Inwendig aber ist er ganz glatt. Da aber keine Nachricht vorhanden, so laßt sich nicht errarhm, mit was er auögefüllt gewesen. Hoch in der Nackengegend war ein weites Loch, um Das der Sack sehr dünne schien. Dieser Sack, der zu beiden Seiten des Halses, wenn man das Kind von vorne betrachtet, stark hervorragt, giebt ihm ein ganz sonderbares, einem Dominikanermönche ähnliches Ansehen»
.§*_ 7 £
Sonst ist dieser Embryo annoch wegen der wunderlich gedrehten - oder wie eine Schraube gewundenen Nabelschnur merkwürdig. Ob dies aber auch etwan mit durch die Kunst gemacht ist, La selbst die Haut um den Nabe! gedreht erscheint, will ich unentschieden lasten 1 Bey näherer Untersuchung fand ich die Rabelarterien und die Nabelvene natürlich beschaffen». Doch schien die Rechte Nabelarterie beträchtlich größer, als die Linke. Auf dem Linken Scheitelbeine fand ich annoch ein kleines Löchchen, ohngefahr von der Gestalt, wie ein mäßiger Blutschwären nach dem Ausbrechen zmückzulaffen pflege
H Cilfte