—2Z
3 e h n t e T a f e l.
- - w - //& * p e-- F i g u
jW**- ft ft- *ft cjU K *•« «yf*
§. 7 °. .
8 ^üch diese Männliche Misgebritt ist aus der Ka l t sch mied sch en Sammlung.
Kalt sä) mied hatte selbst ein Programm darüber geschrieben, welches ich hier, wegen sseiner Sonderbarkeit, unabgekürzt, ganz einrücken will. Es gehört zu Huffland'ö viifertatio de Purpura de Embryone herniofo trium menfium. Jenae 1767.
„Mirabilia in Corpore htirnano per imaginationem edi pbaenomena, fatis irt praxi „conftat. Vix credibilia evenire in gravidis experientia docet quoridiana. Gravidam, frathiram „brachii pedisve paffam, exclufuram .infamem pede vel brachio eodem fra£k), quis crederet, „nifi experientia veritatem monkraret. Innumera poffenr adferri exempla, quae idem confir- „marent, tibi v. gr. gravida, quae felim intuetiir, cujus äbdomen rora currens Comprimens „ita lacerat, ut iriteftina proruerent ^ perterrita ac domum reverfa jfoetum edk abdomine rupro „et inteftinis prolapfis. Tantum imaginationis vim m foetum vix concipere, ne dicairij „explicare quis potuerit. Curiofum vero hic cafum fatis rarum adducere placet."
„In numero Embryonum ac foetuitm humanorum, quorum a prima conceptione incre- „mentuin lingulis decem diebtis ad partum usque commonftrare, ac in liquore fervatos foetus „exhibere poffum (n); embryo fe fiftit trium menfium, de quo fequentia memoratu digna „eveiiiunt.“
„Vir, quinquagiilta annörum, gravi in dextro latere iaborans bernia fcrotall, per „plateam ambulans , fubito in humum profträtus , dolores fentit äcütiflirnos in hernia, quae, „caiii gravem paffa Concufiionem, vix permittebat refurreftkulem. Aegerrime interim levatus, „movere pedes incipiens , dolores ex tribiffimo vultii, gemitu ac turbata ambulatione iiitüen-» „tibus innuit, fimulque manu tremula herniam tangit. Midier gravida, haud proctil trifte „intuens ipebfaculum, refcia de viri hujus cafü herniofo, videns admotam tremendam maniint „herniae, perterrita ac humaniffima turbata copipaßione domum abit, fuisque famiiiaribns „cum rnaiima animi pertürbatione refert anteä toernöratum Cäliim, ac anxios berniob geftus „vivis quafi pingit coloribus. Brevi admoduiir^poft gravida /aborttim patienZ, embr^onem „excludit rrium meniium, bernia nucis juglandis magnitudinc defbedamnx,"
.
Statt einer etwas näheren Beschreibung des Kindes, die man von einem Lehrer der Mas tomie und Chirurgie billig hatte erwarten sollen, fand ich keine Sylbe davon, sondern Alltags-, rnahrchen mit einer einem Gelehrten nicht anständigen Weitschweifigkeit, einem Steifen auf Praxis^ und Wiederholung der Wörter: Expenentia , u. st f. erzählt; kein Wort, was für eine Are Bruch es ist, ob es ein Schenkelbruch oder ein Näbelbruch war^ kein Wort von dem, was ep enthalt, welches um so mehr Tadel verdient, da er keine Abbildung beyfügte. ' Ich will ÄeU also auszusüllen suchen.
§» 72.
Der ganze Embryo ist mager, wie die meisten in dieser Lebensperisde^
Die Brust ist zufammengefalleU, und scheint widernatürlich schmaler und längekf Am Rechten Seite des Jlabelstranges befindet sich der große Sack, der durch den Nabelrmg (k. k.) gleichsam durchgelassen scheint. Der Sack ist, soviel sich annöch erkennen laßt, von natürlicher gesunder Haut gebildet, und blos der Theil k. 1. m. steht dünner, als gewöhnlich, wie eine Blase aus.
§> 7b
<ii) Diese ganze Sammlung bon Embryonen hatten Kaltschmieds Worteffppa concep'tioiie - ttttb Her Herr Landgraf von Hessen, Friedrich der Zweite, fingulis decem diebus nruß man aber nicht so genarr für Vas von mir 1779 .• zü Cassel tteuerrichtete Anatomische nehmen, da der Augenschein lehttpdaß sie sich alsdann: Theater für fünfzig Carolinen gefaitft' Ein Äerzeichniß eben so Unrichtig t als sein ganzes übriges Geschichrchen , davon habe ich in Baldinger's Medicinischem Jvür- verhalttn^ Abe-r er scheint überhaupt diesmal vergessen nal, im Sechszehnten Stücke, mitgetheilt. Jzt sollen sie zu haben, daß man eiri Programm für DUehM, Mw nach Marburg herüberLebracht worden ftyn° Mr für Wocheußubeu, schmdt-