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dfentlich bekannt wurden, sind überhaupt nur neunzehn; ja! der zuverlässigen kaum sechs bis sieben. Von jedem derselben werde ich den Fundort, die Sammlung in welcher es aufbewahrt wurde, den Beschreiber und das Jahr der Bekanntmachung angeben, die davon vorhandenen Abbildungen vorzeigen, und einen kurzen, mit Bemerkungen begleiteten Auszug des wesentlichsten Inhalts der Schilderungen anführen,

§ ?

Fossiles Monitor-Gerippe von Kupfer- Suhl, als Krokodil geschil­dert von Spener 1710 IO ).

Zu der trefflichen Schilderung dieses ersten Beyspieles, eines fossilen, ein ganzes Jahrhundert lang für Krokodilartig gehaltenen Thiergerippes, hatte der grofse Leibnitz den Verfasser Christ. Maximilian Spener aufgefordert und ihm dafür auch öffentlich in einem eigenen sinnreichen Schreiben gedankt.

Das wesentlichste, zu meinem Zwecke gehörende, aus Spe- ners acht akademischer Abhandlung, ist folgendes: Dieses überaus nette Stück, welches wir in einer eben so netten Abbildung vor uns sehen, ward gefunden um das Jahr 1710 in der Grube zu Kupfersuhl, eine und eine halbe Stunde von Salzungen in Thürin­gen, in einer Tiefe von 50 Ellen in Kupferschiefer. Die Knochen­reste waren gleichsam in Metall verwandelt. Der Verf., ein sehr gelehrter angesehener Arzt zu Berlin, hielt dieses für das kostbarste

Stück

10) Miscellanea Berolinensia ad incrementum scientiarum ex scriptis Societati Be- giae exhibitis. Berolini 1710. in 4. S. 92» Fig, 24. Ein neueres Exemplar

der königl. Hofbibliothek führt die Jahrzahl 1749? welches nach Allem, zu ur- tlieilen ein zweyter Druck seyn mufs, ungeachtet ich es nirgends bemerkt finde. In Münders Uebersetzung 1781, S. x 4 » Fig. 5 ,