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So allgemein bekannt auch seit Jahrtausenden die gewöhnlichen Krokodile scheinen, so wenig scheinen es, noch heut zu Tage, die schmalkiefrigen oder langschnäbligen Gaviale, obgleich schon Aelian 4 ) meldete, „dafs der Ganges zwey Arten von Krokodilen nähre . ce Allererst im Jahre 1756 lernte man in Europa durch Ed- wards einen Gavial kennen. Und noch im Jahre 1812, also vor wenig mehr als einem Jahre, klagte selbst Cu vier 5 ), dafs wir über den Wohnort und die eigentliche Gröfse des kleinen Gavial’s bis jetzt noch keine authentische Nachrichten besäfsenj deshalb er auch nur vom grofsen Gavial anmerkte: habitat in Gange ßuvio , und statt dessen beym kleinen Gavial nur auszufüllende Punkte hinsetzte.
Um so weniger liefs ich’s mich verdriefsen, durch vorsichtiges Meifseln und Feilen, das von dem harten Steine gröfstentheils verdeckt gehaltene, nur hin und wieder durch seine Decke hervorblickende Gerippe, von dem kalkigen Ueberzuge zu befreyen, welcher es bedeckte, somit im eigentlichsten Verstände zu entdecken. Vielleicht kann dieses dreist scheinende Verfahren zum Vorbild für die Behandlung ähnlicher, grofsentheils verdeckter Versteinerungen dienen. '
§• 3 -
„Verstcinte Krokodile/* schrieb der ungenannte Verfasser der Beyträge zur Naturgeschichte, sonderlich des Mineralreichs, aus ungedruckten Briefen gelehrter Naturforscher 6 ), (nach Cobres Angabe 7 ), Schröter) noch im Jahre 1774 „bleichen
4) De nat. anim- Lib. XII* cap. 8* KpoKobelXoj iv Vayyrj.
5) Anaales du Museum, Tome XII. S. 63, Im grofsen Werbe stir les* ossemens fossiles. Paris 1812* V, Partie, p, 55, II faudra que les voyageurs nous appreii- nent dans quels pays le petit gavial habite principalemeut et 4 quelle taille il peut parvenir* Nous n’avons encore sur ces deux points aucun reaseignemeat autbentique*
6) Erster Theil, Altenburg* Seite 148. in 8,
7) Deliciae Cobresiauae. Augsb, 1782, Seite 707, '