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Beschreibung und Abbildung, der königlichen Akademie der Wis­senschaften, zur Aufnahme in ihre Denkschriften, hoffentlich nicht unwillkommen seyn dürfte, indem dieses Denkmal der Vorwelt ei­nen, meines Wissens eben so neuen, als bedeutenden Beytrag zur ältesten geologischen Urgeschichte ^Baierns abgiebt. Dafs Fische, Insekten, Conchylien und Würmer in den Sohlenhofer Steinbrüchen häufig Vorkommen, war längst allgemein bekannt, und unsere aka­demische Naturaliensammlung besitzt davon den ansehnlichsten Schatz, wie noch jüngst Hr. College Petzl in seiner Rede zeigte 2 ). Al­lein, dafs auch die Ueberbleibsel eines für die jetzt lebende Schöpfung verschwunden scheinenden, wenigstens bis zur Stunde unbekannten, räthselhaften, aber wirklichen Säugethieres; sich daselbst vorfanden,

glaube ich in meiner Abhandlung über den Ornithocephalus an- tiquus zuerst 3 ) umständlich erwiesen zu haben.

Als Gegenstück dazu, schildere ich nun das allererste, bis jetzt einzige, ganz unläugbare Beyspiel eines in Sohlenhofens Nach­barschaft aus dem Schoofse der Erde an Tages Licht gerathenen ♦Amphibiuma, nämlichmeines 'Krokodiles von der seltensten, das ist der schmal- oder langkieferigen Art, welche man dermalen mit dem

besondern Namen G av i a 1 bezeichnet.

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2 .

Unsere akademische Sammlung besitzt zwar Beyspiele theils in Weingeist, theils trocken aufgehobener Krokodile, allein keinen Gavial. Ja! nach Hrn. Oppels Versicherung, befindet sich selbst in der grofsen Naturalien-Sammlung zu Paris, kein so ansehnliches BeyspiebreiiieiSf kleinen= Gaviajs (Grocodilus Aenuirostris), als ich hier soWohFini Weihgeiste frisch, als auch auf gegenwärtiger Platte ver­stehn;, aus meiner Saiüinluhg, yorzuzeigen die Ehre habe.

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a), Tlefier den gegenwärtigenZustand der mifteralögischeii Sammlungen der 1 . Aka- (. : y* hemie der' 'Wfssenscl'ii'aftehi' Einö am 28. Mäiz f 1814. gehaltene Vorlesung» u Jrluiicfi'en, in 4* ' "*' J '/ 1

3 ) Denkschriften der k. Akad, d» "Wiss* Öritter Band, i8ia» Seite 8g.