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noch lucht zumal ist, Wieviel man auf den Baum wirft, so fällt sie doch ftnM herab, wenn sie aber recht zeitig geworden ist , so fallt sr> von sich selbst nieder, und bedarf man sie nicht herabzuwerfen. Recht also ist es auch um den geistlichen Menschen, denn wenn die Frucht, das ist, die guten Werte zeitig geworden sind, so fallen sie ohne'alle Mühe selbst herab. Das ist, hast du wahrlich und lauter dem lauteren, würdigen Leben unseres lieben Herrn nachgefolget, daß du ihm gleich geworden bist) so viel dir möglich, das merke dabey, ob das an dir von Gnaden sey, was an ihm von bloser Natur war. St. Peter spricht: Er ist der, der me Sünde that, noch keine Untugend ward nie an feinemLeibe, noch an seinem Munde gefunden. Dieß merke, hist du aller Sünden srey und ledig, die dich wahrlich von Gott scheiden mögen, undchast M dann einen ganzen Fleiß) daß du'dich vor allen Aagtichen- kleinen Sünden hütöst, und fliehest Zeit und Stütz-' te, Gesellschaft und alles) WaS dir.Ursache zur Sünde geben kann, es soll auch dein Herz und alle deine Begierde also fest an Gott und in Gott geheftet seyü, daß dich weder Liebe, noch Leid, noch keine Be- tümmerniß deiner' Freüüde ^ noch keknerleh Übliches, zeitliches, vergängliches Ding inwendig in deiner Seele irren möge, daß du hiedurch von Gott und aus- GokMW ällech riichd 'Mögen' werdest; misse, hast du wahrlich hieß änchir HM der Gnade Gottes^ so habe Zuversicht dann nahet dNAeiöcheineP ewigen Ruhe. 1 ; V ^
Darnach mMm- den Spiegel vor dich-' der da ohne allen Makel ist, das ist das yWonunene-Bild Jesu'Christi,'nOh-dem du allldein Leben richten sollstMnweMg und auswendig, und sehe ihn wahrlich vor die Augen deiKes^ Herzens, Et-einer steW^etrcichtung des peinlichen bittern Leidens, dast er in ganzer freyerMebe um deinetwillen gelitten hat.' Gedenke mit Ernst und Andacht, wie sein liebliches Antlitz so schmählich verunreiniget war, wie schwach und ungestaltet sein gnadenreicher Leib'Wind von dewWmckigen Schlägen, da er gegeißelt und geschlagen ward/ünd wie seine klare Leibes-Farbe entstellt war in der bitteren Noch des Todes, und wie er sogar all sein Blut vergoß, und wie mit so grundloser Pein alle seine Glieder erstorben, und daß er in allen feinen Nöthen so gar verlassen-stand, daß er hievon mit.lauter Stimme zu seinem Vater rief und schrie: Mein Gott, mein Gott, warum hast 'du mich verlassen? Hier„mepke gär